Wir bewegen Was

Arbeiten, Wirtschaftsförderung, Digitalisierung

Wirtschaft fördern

Der Landkreis GER ist eine wirtschaftsstarke Region. Wir sind Platz 1 bei den Neugründungen. Und das soll so bleiben. Ich setze mich dafür ein, dass unsere Unternehmen im Landkreis Germersheim optimale Voraussetzungen finden und nicht in ihrem Wachstum gebremst werden. Wir müssen den Unternehmen die erforderlichen Flächen und die passende Infrastruktur zur Verfügung stellen und sie so im Landkreis Germersheim halten bzw. die Neuansiedlung von neuen Unternehmen fördern, so dass interessante Arbeitsplätze entstehen. Derzeit haben wir nahezu keine freien Gewerbeflächen mehr zur Verfügung, wir müssen uns neu orientieren, damit unsere Entwicklung nicht in der Sackgasse endet. Der Landkreis muss daher die Kommunen unterstützen – als Dienstleister, nicht als Lehrmeister. Die Metropolregion Rhein-Neckar Nähe zu Karlsruhe bietet ein großes Potenzial, das wir noch besser erschließen müssen. Hochwertige Arbeit mit guten Löhnen muss unser Ziel sein.

Fachkräfte ausbilden

Ein qualifizierter Nachwuchs ist die Voraussetzung für den Erfolg der Unternehmen. Bedingt durch den demografischen Wandel haben die Unternehmen aber schon heute Schwierigkeiten, gut ausgebildete Kräfte zu finden und offene Stellen zu besetzen. Der Fachkräftemangel existiert also bereits und die Fachkräftesicherung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Besonders schwer ist es, den Bedarf an motivierten und engagierten Auszubildenden im Handel, im Handwerk, im Gastro- und Hotelleriegewerbe abzudecken. Wir müssen gemeinsam mit den Unternehmen neue Wege gehen – und auch in anderen Regionen Deutschlands für das Leben und Arbeiten im Landkreis Germersheim werben.Mein Ziel ist es, allen Jugendlichen eine Ausbildung zu ermöglichen, auch denjenigen mit schlechten Startbedingungen. Dies kann beispielweise sein, weil sie aus schwierigen häuslichen und wirtschaftlichen Verhältnissen stammen oder über schlechte Schulnoten verfügen. Entscheidendes Kriterium sollte die Motivation und Leistungsbereitschaft der jungen Menschen sein.

Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt integrieren

Wichtigste Herausforderung und gleichzeitig größte Chance sind dabei auch junge Flüchtlinge. Viele junge Flüchtlinge sind jünger als 25 Jahre und kommen ohne abgeschlossene Ausbildung nach Deutschland. Sie haben den starken Willen, einen Berufsabschluss zu erwerben. Wir benötigen eine rasche und unbürokratische Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten mit  rechtskräftigem Status. Hierfür möchte ich im Landkreis ein Unternehmernetzwerk aufbauen, wie Auszubildende für die Zukunft fit gemacht werden, die möglicherweise mit ganz unterschiedlichen Wissen – und Kompetenzbeständen ihre Ausbildung beginnen. Im Kontakt mit Netzwerkpartnern im Bereich Ausbildung, beispielweise Agentur für Arbeit, den Kammern, Bildungsträgern und Schulen, sollen die Bedürfnisse der Unternehmen nach motivierten Auszubildenden gefunden und dementsprechend qualifiziert werden.

Weichen für die Zukunft stellen

Die Entwicklung und der Erfolg des Wirtschaftsstandorts Landkreis Germersheim ist entscheidend davon abhängig, dass unsere Unternehmen auch in Zukunft über genügend Fachkräfte verfügen. Nur sie garantieren qualitativ hochwertige Produkte und innovative Weiterentwicklungen, durch die unsere Firmen konkurrenzfähig bleiben und sich auf dem Wettbewerbsmarkt durchsetzen können. Um die Aufgaben und Anforderungen in den Unternehmen auch zukünftig bewältigen zu können, müssen jetzt die Weichen gestellt werden, damit die Arbeit von morgen geleistet werden kann.

Digitalisierung beschleunigen

Ohne eine leistungsfähige digitale Infrastruktur haben es Unternehmen und Bürger im Landkreis Germersheim schwer. Der Blick über den Rhein in den Landkreis Karlsruhe zeigt, wie man es besser machen kann: Dort ist schnelles Internet bereits nahezu flächendeckend verfügbar. Und der Kreis Karlsruhe betreibt selbst das sogenannte „backbone“, also die Haupt-Glasfasertrassen. Durch Gebühren der Internetanbieter verdient der Kreis Karlsruhe an diesem zukunftsträchtigen Engagement und befindet sich schon auf dem Weg zur Gigabit-Gesellschaft. Wir sollten diesem Beispiel folgen und mehr tun, als den Konzernen Gelder hinterherzutragen, damit diese uns 30Mbit-Leitungen verlegen – denn die sind bald schon wieder veraltet. Zweimal werden wir die Förderung von Land und Bund zum Netzausbau aber nicht erhalten. Das Konzept muss daher sitzen und die Zukunft eröffnen – dauerhaft, nicht nur ein paar Jahre.